1. Präambel: 

Ziel der Bundesarbeitsgemeinschaft ist es, eine Verbesserung der Bedingungen für Menschen mit Beeinträchtigung und Elternschaft zu erreichen; eine Akzeptanz in unserer Gesellschaft und die Sicherstellung von Ressourcen.

Sie dient der Verbesserung der Kooperation  und des Austausches der Institutionen untereinander.

 

2. Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG):

In der BAG sind Institutionen/Personen organisiert, die an dem Thema „Begleitete Elternschaft“ arbeiten.

Die Institutionen benennen eine/n Mitarbeiter/in und eine Stellvertretung für die Mitarbeit in der BAG. Bei Abstimmungen verfügt jede Institution über eine Stimme.

Die Teilnahme von Gästen ist möglich. 
Der Gaststatus erlaubt jedoch keine Beteiligung an Abstimmungen und ist gebunden an die Vereinbarkeit mit den Zielen der BAG.

 

2.1. Aufnahmeverfahren neuer Mitglieder:

 Die Bewerber teilen dem Sprecherrat der BAG schriftlich ihren Aufnahmewunsch mit. In der folgenden Sitzung wird mit einfacher Mehrheit der Anwesenden über die Aufnahme entschieden.
Der Bewerber genießt den Gaststatus.


2.2. Ausschluss von Mitgliedern:

 Ein Mitglied kann den Ausschluss eines anderen Mitgliedes verlangen, wenn dessen Ziele / Arbeitsweisen nicht mit den Zielen der BAG vereinbar sind.
Ein Beschluss über den Ausschluss eines Mitgliedes bedarf der 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

Bei Nichtteilnahme an drei aufeinanderfolgenden Sitzungen erfolgt der Ausschluss automatisch.

 

3. Ziele und Aufgaben der Bundesarbeitsgemeinschaft:

  • Verbesserung der Kooperation der vorhandenen    Einrichtungen mit dem Ziel einer trägerübergreifenden Vernetzung
  • Bestandsaufnahme und Dokumentation des aktuellen Versorgungsangebotes
  • Bestandsaufnahme und Dokumentation des aktuellen Bedarfs
  • Beitrag zur Schaffung wohnortnahen und bedarfsgerechten Angeboten
  • Verbindung von Praxis und Wissenschaft
  • Weiterentwicklung von Konzepten der unterschiedlichen Angebote
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Verbesserung der Förderung gesetzlicher Grundlagen für Begleitete Elternschaft.

4. Sprecherrat:

4.1. Aufgabe des Sprecherrates:

Der Sprecherrat dient als Ansprechpartner der BAG nach außen, sowie als Koordinations- und Organisationsgremium für die Geschaftsabläufe zwischen den Sitzungen.


4.2. Zusammensetzung:

 Die BAG wählt aus dem Kreis der Mitglieder 2-3 Personen, die gemeinsam den Sprecherrat bilden. Eine Zusammensetzung mit Personen aus verschiedenen Versorgungsbereichen ist anzustreben.


4.3. Wahl des Sprecherrates:

 Die Mitlieder des Sprecherrates werden einzeln für jeweils 3 Jahre gewählt; für die Wahl ist die einfache Mehrheit der bei der Sitzung anwesenden Mitglieder erforderlich.
Bei Ausscheiden eines Mitgliedes des Sprecherrates wird in der nächstfolgenden Sitzung ein Nachfolger gewählt.


4.4. Delegierte zum Sprecherrat:

 Für aktuelle Aufgaben kann die BAG zusätzlich zum Sprecherrat Delegierte wählen.

 

5. Sitzungen:

5.1. Anzahl der Sitzungen

Regelmäßige Sitzungen mindestens 2x jährlich. Während der Sitzung der BAG wird Datum und Ort und Thema der nächsten Sitzung vereinbart.


5.2. Organisation der Sitzungen:

Einladung, Moderation und Protokollführung übernimmt die gastgebende Institution.

 

6. Stellungnahmen der BAG:

6.1. Schriftliche Stellungnahmen:

Schriftliche Stellungnahmen der BAG erfolgen auf der Basis einer Konsensentscheidung ihrer anwesenden Mitglieder. Ist eine Konsensentscheidung nicht zu erzielen und wird dennoch eine Stellungnahme für erforderlich gehalten, bedarf die Verabschiedung einer Stellungnahme einer Mehrheit von 2/3 der bei der Sitzung anwesenden Mitglieder.

 

6.2. Betroffene Mitglieder:

Ist ein Mitglied der BAG von der Stellungnahme direkt betroffen und bei der verabschiedenden Sitzung nicht anwesend, wird ihm die Stellungnahme innerhalb einer Woche zur Rücksprache vorgelegt. Betroffene Mitgliedseinrichtungen haben unabhängig von ihrer Teilnahme innerhalb von drei Werktagen nach Vorliegen der Stellungnahme das Recht und die Möglichkeit, die Veröffentlichung durch ein Veto zu verhindern. Das Veto ist schriftlich beim Sprecherrat einzureichen.


6.3. Stellungnahme des Sprecherrates:

Der Sprecherrat ist berechtigt, kurzfristig Stellungnahmen im Namen der BAG abzugeben und in dringlichen Fällen außerordentliche Sitzungen einzuberufen. Ist eine kurzfristige Stellungnahme ohne Sitzungsbeschluss notwendig, so hat sich der Sprecherrat der Zustimmung von 2/3 der Mitglieder nach Rücksprache zu versichern.

 

7. Gültigkeit und Änderungen der Geschäftsordnung (GO):

7.1. Dauer:

Die Geschäftsordnung ist unbefristet.


7.2. Änderungen:

Anträge auf Änderungen der GO sollen beim Sprecherrat schriftlich eingereicht und zum nächstmöglichen Termin auf einer BAG Sitzung diskutiert werden. Danach ist auf der darauffolgenden Sitzung eine Beschlussfassung über den Antrag durchzuführen.
Für eine Änderung ist eine 2/3 Mehrheit aller Mitglieder erforderlich.


7.3. Verabschiedung:

 Die vorliegende Geschäftsordnung ist auf der BAG Sitzung vom 05.03.2004 verabschiedet worden.